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Gemeinde

HEUGRABEN

Friedhofsordnung

Der Gemeinderat der Gemeinde Heugraben hat am 15. März 2013 gem.

§ 33 (2) des Bgld. Leichen- und Bestattungswesengesetzes, LGBl.Nr. 16/1970 vom 15. Dezember 1969 folgende Friedhofsordnung beschlossen:

§ 1

Der Friedhof in Heugraben befindet sich auf dem Grundstück Nr. 242 der KG Heugraben und ist im Grundbuch als Eigentum der Gemeinde Heugraben eingetragen.

§ 2

Der Friedhof dient als Begräbnisstätte für die in der Gemeinde Heugraben verstorbenen Personen.

Außerhalb des Gemeindegebietes Verstorbene sind auf dem Friedhof zu bestatten, wenn im Zuge der Leichenüberführung für die Bestattung der Leiche rechtzeitig Sorge getragen wurde oder der Gemeinde ein Bestattungsauftrag der Bezirksverwaltungsbehörde erteilt worden ist.

§ 3

Arten der Grabstellen

(1) Die Grabstellen werden unterschieden in

a) Einzelgräber oder Doppelgräber,

b) Gemauerte Grabstellen (Grüfte, Urnenplätze) und

c) Aschengrabstellen für einfachen oder mehrfachen Belag.

(2) Freigräber sind nach Tunlichkeit als Erdgräber auszuführen.

§ 4

Erdgräber

(1) Erdgräber für einfachen Belag haben nachstehende Maße auszuweisen:

a) für Erwachsene – Einzelgräber Außenlänge 2,50 m Außenbreite 1,30 m

Doppelgräber „ 2,50 m Außenbreite 2,30 m

Bei den Einzelgräbern haben die verbleibenden Innenmaße zwischen der Einfassung eine Länge von mindestens 2,20 m und eine Breite von 1,00 m zu betragen.

Bei den Doppelgräbern haben die verbleibenden Innenmaße zwischen der Einfassung eine Länge von mindestens 2,20 m und eine Breite von 1,70 m zu betragen. Die Grabtiefe hat 1,80 m zu betragen.

b) für Kinder ist eine Außenlänge von maximal 1,80 m und eine Außenbreite von 1,00 m vorzusehen. Verbleibende Innenmaße zwischen der Einfassung haben eine Länge von mindestens 1,40 m und eine Breite von 0,80 m zu betragen.

(2) Auf Erdgräber für mehrfachen Belag ist Absatz 1 sinngemäß mit der Abänderung anzuwenden, dass sich die vorgesehene Tiefe für jeden zum einfachen hinzukommenden zusätzlichen Belag um 0,60 m zu vergrößern hat.

§ 5

Gemauerte Grabstellen (Grüfte)

(1) Unbeschadet der nach anderen Gesetzen bestehenden Vorschriften, insbesonders der baurechtlichen Vorschriften, sind Grüfte in der Regel längs der Einfriedung zu errichten. Sie haben eine Länge von 3,00 m und eine Tiefe von 2,50 m zu erhalten. Die Breite richtet sich nach der Zahl der daselbst beizusetzenden Leichen.

(2) Bei Schließung der Gruft sind die Fugen zwischen Deckplatte und Grufteinlassung zu verkitten.

§ 6

Aschengrabstellen

Auf dem Friedhof sind Urnen grundsätzlich in den dafür errichteten Urnensäulen beizusetzen. Wird eine Urne in einem bereits vorhandenen Erdgrab beigesetzt, so kann die Beisetzung bereits bei einer Grabtiefe von mindestens 0,65 m erfolgen.

Die Urnenplätze bzw. –nischen sind mit einer Abdeckplatte – bündig mit der Urnenaußenwand der Säule – zu verschließen. Die Verschlussplatte der Urnennische sollte nach Tunlichkeit aus Stein sein. Die Anbringung einer Verschlussplatte aus einem anderen Material ist von der Friedhofsverwaltung vor deren Anbringung zu genehmigen.

Die Vergabe der Aschengrabstellen erfolgt nach freier Wahl durch die Interessenten.

§ 7

Die Entfernung der Grabstellen voneinander soll mindestens 0,50 m betragen.

§ 8

Grabeinfassungen, Grabhügel

(1) Grabeinfassungen sind mit wetterbeständigem Material werkgerecht herzustellen. Sie dürfen die Höhe von 0,15 m nicht überschreiten.

(2) Gräber, die vorerst ohne Einfassung verbleiben, haben einen der Gesamtwirkung des Friedhofes entsprechenden Grabhügel aus Erde zu erhalten.

§ 9

Kreuze, Denkmäler

(1) Die an der Kopfseite der Grabstellen anzubringenden Kreuze und Denkmäler sind in gerader, fortlaufender Reihe zu errichten. Sie müssen aus zur Würde des Ortes passendem Material, wetterbeständig und mit einem zweckmäßigen, dem allgemeinen Kunstverständnis nicht abträglichen Aussehen werkgerecht hergestellt sein.

(2) Künstlerische Darstellungen und Aufschriften auf Kreuzen oder Denkmälern, die die bei einem Friedhof gebotene Pietät verletzen, sind unzulässig. Eine Bezeichnung der Herstellerfirma darf nur in unauffälliger Weise angebracht werden.

§ 10

Die Grabstellen werden unter Bedachtnahme auf die Anlage des Friedhofes der Reihe nach belegt, wobei die vordere Linie der benachbarten Grabsteine einzuhalten ist. Für die Errichtung einer Grabstelle ist die ausdrückliche Zustimmung der Friedhofsverwaltung erforderlich.

§ 11

Die Gemeinde kann auch an Personen, die sich bereits bei Lebzeiten eine bestimmte Grabstelle sichern wollen, diese Grabstelle zuweisen, wobei jedoch auf bereits

bestehende Rechte anderer Personen und auf die Einhaltung der Reihenfolge eines Leichenfeldes Rücksicht zu nehmen ist.

§ 12

Sind alle vorgesehenen Grabstellen belegt, so wird mit der Wiederbelegung jener Grabstellen, für die eine Erneuerung des Benützungsrechtes nicht erfolgt, begonnen.

§ 13

Die Wiederbelegung einer Grabstelle – ausgenommen einer Aschengrabstelle – darf nicht vor Ablauf der Mindestruhefrist von zehn Jahren erfolgen. Im Bedarfsfalle ist der Friedhof zu erweitern.

§ 14

Die Friedhofsbesucher haben sich der Pietät und Würde des Ortes gemäß zu verhalten.

§ 15

(1) Die Friedhofsanlage hat auf den Besucher durch geschlossenes, gefälliges und würdiges Aussehen zu wirken. Der entsprechenden Herstellung der Kreuze und Denkmäler (§9) sowie dem Ausschmücken der Grabstellen kommt hierbei besondere Bedeutung zu.

(2) Das Ausschmücken der Grabstellen kann nach gärtnerischen Gesichtspunkten von den Angehörigen der Verstorbenen vorgenommen werden oder nach Vereinbarung von der Friedhofsverwaltung besorgt werden.

(3) Beim Pflanzen von Sträuchern ist auf die Eignung derselben für Friedhofszwecke und darauf Rücksicht zu nehmen, dass hierdurch der Zutritt zu den Grabstellen nicht behindert wird.

§ 16

Innerhalb des Friedhofes ist v e r b o t e n:

a) das Ablagern von Abraum außerhalb der hierfür bestimmten Plätze

b) das Mitbringen von Tieren,

c) das ungebührliche Lärmen,

d) das Verteilen von Drucksorten,

e) das Feilbieten von Waren sowie das Anbieten gewerblicher Dienste

f) das Verrichten gewerblicher Arbeiten an den Grabstellen ohne vorherige Anmeldung bei der Friedhofsverwaltung

g) für die Friedhofsbesucher das Rauchen

§ 17

Die Friedhofsordnung tritt mit Ablauf der Kundmachungsfrist in Kraft.

Angeschlagen am: 19. März 2013 Der Bürgermeister:

Abgenommen am: 03. April 2013

(J. Bauer)