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Hoher Besuch in unserer Gemeinde - Bischöfliche Visitation in Heugraben

Im Rahmen der Visitation der Pfarre Bocksdorf war Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics in Heugraben zu Gast. Pfarrer Stanislaw Swieca begleitete ihn. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Bgm. Bauer hielt er eine kurze Andacht.

Anschließend stellte sich der Bischof bei einer Agape den Fragen der Gläubigen.

Neuer Priester in unserem Dorf

An dieser Stelle darf ich unseren neuen Herrn Pfarrer, Stanislaw Swieca in unserer Gemeinde willkommen heißen. Dem neuen Seelsorger wünsche ich eine schöne Zeit in unserer Mitte und eine harmonische, friedvolle Zusammenarbeit mit dem Pfarrgemeinderat und der Pfarrgemeinde.

Pfarrer Swieca ist in Polen geboren, war vorher 6 Jahre in Gattendorf - Potzneusiedl sowie Kemeten und Wallern als Pfarrmoderator tätig .

Verabschiedung von Pfarrer Iby

Nach 37jährigem Wirken in unserer Gemeinde verlässt Mag. Erich Iby die Pfarre, um aus gesundheitlichen Gründen seinen wohlverdienten Ruhestand anzutreten. In einer Verabschiedung bei uns in der Filialkirche Heugraben am 14. August 2011 haben wir ihm für seine langjährige Tätigkeit gedankt. Als er damals als 32jähriger kam, trat er eine nicht ganz leichte Aufgabe an. Denn seit den 1950er Jahren hatte es nahezu alle zwei Jahre einen Wechsel gegeben, einzige Ausnahme bildete Pfarrer Alois Gombotz, der zehn Jahre in der Pfarre gewesen war.

Pfarrer Iby aber konnte mit seinem Elan sofort das Vertrauen der Menschen gewinnen. Hervorzuheben ist besonders die Neugestaltung des Platzes rund um die Kirche durch die Versetzung des Kriegerdenkmales. Auch die Wallfahrt nach Maria Bild, die er gemeinsam mit den Heugrablern wieder eingeführt hat und der Kirchenchor, den er ins Leben gerufen hat, werden uns immer an ihn erinnern. Aber nicht nur das. In einer Zeit, in der religiöse Gesinnung und Werte es gegen Konsumwut, Egoismus, die Interessenlosigkeit und die Unmenschlichkeit sehr schwer haben, war er wie ein Fels in der Brandung. Er hat uns dann aufgefangen, wenn wir im Glauben gewankt haben, hat vielen seiner Anvertrauten geholfen, wenn sie nach einem Ausweg gesucht haben. Denn Pfarrer Iby hat in unserer Pfarre nicht nur seine Pflichten als Priester erfüllt, er war auch ein umsichtigen Helfer, ein Tröster, gab Zuspruch und Hilfe, stellte seine Person nie in den Vordergrund und war nicht zuletzt Kämpfer für die christlichen Werte. Er war ein Seelsorger mit dem Herz am rechten Fleck, er war nicht nur ein Priester seiner Kirche, der gehorsam und geduldig sein Amt ausübte, er war vielmehr ein Priester, ein Seelsorger, der die Nähe der Menschen gesucht hat und ihre Probleme verstanden hat. Auch das offizielle Verhältnis zwischen der Gemeindeführung und Pfarrer Iby war gekennzeichnet von sehr guter Zusammenarbeit. Gemeinsam wurden Probleme erörtert und diskutiert, und man kam immer wieder zu Lösungen, die gut für die Menschen waren. So begleitete Pfarrer Iby uns als Seelsorger am zweitlängsten seit den Aufzeichnungen ab dem 15. Jahrhundert.

So schwer uns der Abschied auch fallen mag, so sehr wir seine tiefsinnigen Predigten auch vermissen werden, so sehr wünschen wir unserem Pfarrer Iby nach einem arbeitsreichen Leben seinen wohlverdienten Ruhestand und eine sorgenfreie Zukunft.

Am 28. August wurde Pfarrer Iby offiziell in der Pfarrkirche Bocksdorf verabschiedet, begleitet von unseren Wünschen für Gesundheit, Glück und Gottes Segen auf seinem Weg und verbunden mit dem Anliegen, doch mal wieder bei uns ganz privat vorbeizuschauen

©Bgm.Bauer

F i l i a l k i r c h e H e u g r a b e n

Frei auf dem Anger stehend, der hl. Dreifaltigkeit geweiht. Erbaut 1834 unter dem damaligen Pfarrer Dechant Josef Schaffer, der am 9.11.1834 auch die Weihe vornahm.

Die Kirche ist ein blockhafter Bau mit halbrunder Apsis und einem gedrungenen Südturm mit Spritzhelm. Das Kirchenschiff hat drei Joche mit Platzlgewölben zwischen Gurten auf breiten Pilastern. Dreiachsige Empore über Platzlgewölben mit vorgebauchter Brüstung. An der Orgelbrüstung ein flämisches Ölbild "Marienkrönung" aus dem 17. Jh. (seit 1993).

Der Hochaltar ist aus Teilen verschiedener Entstehungszeit zusammengesetzt. Der Tabernakel stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jh. , darüber das Gnadenbild Maria Hilf, flankiert von den Statuen der hll. Martin und Sebastian in der Fassung des 19. Jh. und einem Bild des hl. Josef. Oberhalb die Figurengruppe der Hl. Dreifaltigkeit, seitlich hll. Petrus und Paulus. Opfergangsportale mit bemalten Türen (hll. Joachim und Anna) - Hinweis auf die Wallfahrt vor allem am Dreifaltigkeitssonntag.

Der bedeutendste Schatz der Kirche ist eine kleine Glocke aus der Zeit der Spätgotik um 1500 mit der Inschrift in gotischen Minuskeln. "maria hilf uns in aller not und behuet uns"

Vorgängerbauten:

Kapelle mit hölzernem Glockenturm auf dem Hügel westlich des Ortes, 1697 erwähnt. Dort wird am Sebastianstag eine hl. Messe gefeiert. Die Glocke wird bei Gefahr im Sumpf neben der Kirche versteckt.

1724 baut die Gemeinde eine hölzerne Kirche, nachdem ein Einwohner namens Barbarits ein Dreifaltigkeitsbild eines durchziehenden Malers gefunden hatte, das auf wunderbare Weise von seinem Aufbewahrungsort Bocksdorf immer wieder nach Heugraben zurückgekehrt sei.

Heugraben gehörte stets zur Pfarre Bocksdorf.

Die älteste Erwähnung einer hl. Messe in Heugraben ist am Sebastiani-Tag 1697.

1698 befand sich auf einem Hügel ein Glockenstuhl, wo am Feste der hl. Märtyrer Fabian und Sebastian und bei heranziehendem Gewitter geläutet wurde.

1724 baute die Gemeinde auf eigene Kosten zur Ehren der Hl. Dreifaltigkeit eine Kapelle, nachdem ein Mann namens Barbarits ein Dreifaltigkeitsbild gefunden hatte, das angeblich ein durchreisender Maler verloren hatte. Diese erste Kirche war ein Holzbau.

1834 baute die Gemeinde die heutige Kirche, deren Grundstein am 07.04.1834 vom damaligen Bocksdorfer Dechant Josef Schaffer geweiht wurde.

Zu dieser Zeit soll im Ort auch eine Winkelschule bestanden haben.

Im Jahr 1783 soll bereits eine Schule bestanden haben - Lehrer war Franz Pfleger. Im Jahr 1848 wurde das Schulgebäude bereits mit der Hausnummer 20 erwähnt.

Das Schulgebäude Nr. 20 neben der Kirche (Wohnhaus Fr. Wienerl) ist im Jahr 1900 erbaut worden.

Die alte Glocke

Die alte Glocke ungefähr um 1450 blieb bis heute in Heugraben erhalten. Die Glocke wurde in Kriegszeiten immer wieder im Moor oder an anderen geheimen Plätzen versteckt, sodass sie bis heute unversehrt erhalten geblieben ist.

Sie ist das älteste Denkmal und stammt aus der Zeit der Spätgotik.